VOR ORT /

„Alles Erinnerte, Gedachte, Bewusste wird Sockel, Rahmen, Zeitalter, Landschaft. Sie alle rücken für den Sammler in jedem einzelnen seiner Besitztümer zu einer magischen Enzyklopädie zusammen.“  Walter Benjamin

Niemand lebt nur im Augenblick. Wir erinnern uns, erfassen, wer wir sind und wodurch wir uns von anderen unterscheiden. Das kulturelle Gedächtnis ist nicht starr, sondern eine veränderliche Struktur und wird in jeder Generation neu geformt und konnotiert. So hat jede Zeit ihre Geschichte und jede Geschichte ihre Zeit.

 

Umschlag Kelterbaum web

1972 verstarb der Bergmann und Laienkünstler Albert Kelterbaum an Silikose. Zu Lebzeiten als „Zille des Reviers“ gefeiert, geriet sein künstlerisches Werk nach seinem Tod in Vergessenheit. Der Katalog zeichnet mit einem aufregenden graphischen Ansatz das Leben und das Milieu Kelterbaums nach. adhoc Verlag, Herne 2019

Die Maenner von  Luise_DRUCK (21)

Hart und ungeschminkt wird in „Die Männer von Luise“ vom Arbeitsalltag unter Tage erzählt. Es ist die Zeit von 1936 bis 1960. Das tägliche Soll muss geschafft werden, Sargdeckel oder Unfälle sind keine Seltenheit. Und dann ist da noch die Staublunge: zuerst Berginvalide und dann irgendwann weg vom Fenster. Klartext Verlag, Essen 2017

Cover Herne_50_80

Der Historiker Ralf Piorr und der Fotograf Thomas Schmidt präsentieren mit HERNE 50│80 FOTOGRAFIE einen Bildband, der dem Wesen der Stadt auf die Spur kommen will. Und damit auch dem Wesen dieser Region, denn Herne ist das Ruhrgebiet Pars pro Toto. Die Stadt zu verstehen, heißt, die Geschichte des Ruhrgebiets zu begreifen. adhoc Verlag, Herne 2017

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Das Logo der Maschinenfabrik Flottmann war weltweit bekannt: der laufende Mann mit dem Bohrhammer auf der Schulter. Als Zulieferbetrieb des Bergbaus war das Familienunternehmen aber auch eng mit der NSDAP verflochten und profitierte von Zwangsarbeit. Flottmann. Eine Geschichte des Reviers − zwischen Marke und Mythos, zwischen Industrie und Kultur. Klartext Verlag, Essen 2014

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Was geschah in der Zeit des Nationalsozialismus in Herne und in Wanne-Eickel? Wie konnte sich das Regime in den beiden Bergarbeiterstädten, die vor 1933 als Hochburgen der Arbeiterbewegung galten, etablieren? Der Stadtführer regt an, sich konkret vor Ort mit der Geschichte von Alltag, Widerstand und Verfolgung zu beschäftigen. adhoc Verlag, Herne 2013

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Am 30. April 1942 wurden von Dortmund 800 Juden aus dem Regierungsbezirks Arnsberg ins Ghetto der polnischen Stadt Zamosc deportiert und wenig später in den Vernichtungslagern des Ostens ermordet. Neben einer Namensliste der Deportierten wird der Transport durch Fallbeispiele und eine Vielzahl zuvor unveröffentlichter Dokumente historisch verortet. Klartext Verlag, Essen 2012 (2. Auflage)

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Die Geschichten rund um die Zechen in Herne und Wanne-Eickel weisen über ihre geographischen Koordinaten hinaus. Sie finden und erfinden sich neu als Orte des kollektiven Erinnerns. „Ein Buch, das für dieses Segment in Inhalt und Form Neuland betritt“, urteilt die WAZ. Sonderpreis „Geschichte des Bergbaus“ beim Wettbewerb des Forums Geschichtskultur an Ruhr und Emscher Juni 2014 adhoc Verlag, Herne 2010